Potsdam Science Park – Alles auf Zukunft

Nach dem Richtfest des GO:IN am 9. Juni wächst der Potsdam Science Park weiter. Gelegenheit für Unternehmen und Startups, sich in Potsdam-Golm anzusiedeln – in einem lebenswerten Umfeld und direkter Nachbarschaft zu internationaler Spitzenforschung und universitärer Ausbildung.

Richtfest für das GO:IN 2

Es war ein weiterer Meilenstein für den Potsdam Science Park: Nach dem ersten Spatenstich am 28. November 2019 feierte das im Bau befindliche GO:IN 2-Gebäude am 9. Juni 2020 Richtfest – mit Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert und dem Geschäftsführer der Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH Steffen Schramm. Die offizielle Eröffnung des neuen Büro- und Laborkomplexes ist für Juni 2021 geplant. Auf einer Fläche von 6.300 Quadratmetern wird das GO:IN 2 Unternehmen und Forschungseinrichtungen ein anregendes und konzentriertes (Zusammen-)Arbeiten ermöglichen. „Der Bau des GO:IN 2 ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung des Potsdam Science Park. Mit einem weiteren Technologie- und Gewerbezentrum in Potsdam-Golm können wir nun endlich die hier am Standort nachgefragten flexiblen Labor- und Büroflächen anbieten. Kleine und mittelständische Unternehmen sowie Startups können sich hier und in weiteren benachbarten neuen Büro- und Laborkomplexen in fußläufiger Distanz zur Uni Potsdam und den Max-Planck und Fraunhofer Instituten ansiedeln“, erläutert Agnes von Matuschka, Geschäftsführerin der Standortmanagement Golm GmbH im Potsdam Science Park.

Ein Raum für Wirtschaft und Forschung

In der Zwischenzeit geht die Planung für den TECHNOLOGY CAMPUS weiter. Auf einer Fläche von rund 10 Hektar werden weitere Flächen für Unternehmen und die Universität Potsdam geschaffen. Nach Abschluss der Entwicklungsplanungen erhielt die ProPotsdam GmbH im März 2020 grünes Licht zum Verkauf der Flächen. Nun sollen auf einer Fläche von sieben Hektar technologie- und forschungsorientierte sowie wissensbasierte Unternehmen wachsen. Weitere drei Hektar sind für die Universität Potsdam reserviert: Mit über 21.000 Studierenden und rund 3.000 Beschäftigten zählt die Universität zu den renommiertesten Hochschulen in Deutschland. Unter anderem soll der Bereich Informationstechnologie weiter ausgebaut werden, um der Nachfrage gerecht werden zu können: Bis zum Frühjahr 2021 soll der Neubau des Instituts für Informatik und Computational Science mit Platz für rund 800 Studierende im Potsdam Science Park fertiggestellt werden und der Umzug vom Campus Griebnitzsee nach Golm abgeschlossen sein. Daneben sollen weitere Bauten, die bereits jetzt große Nachfrage nach Flächen für die Universität bedienen.

Hinter dem markanten Bibliotheksgebäude des Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ) findet sich inzwischen ebenso unübersehbar der Forschungsneubau für das „Earth & Environment Centre“ (EEC) und das Zentrum für Naturstoffgenomik (NSG), in dem sich Wissenschaft und Wirtschaft treffen werden. Nicht nur Mitarbeiter*innen und Studierende der Universität sollen hier Raum für gemeinsames Lernen und Arbeiten erhalten; auch Mitarbeiter von Unternehmen sollen hier an Workshops und Fortbildungen teilnehmen können. Daneben soll der Neubau ein Drohnen- und ein 3D-Labor beherbergen.

Eine Erfolgsgeschichte – mit Fortsetzung

Mit dem Ausbau des TECHNOLOGY CAMPUS und der weiteren Investition in den LAB CAMPUS mit dem GO:IN 2 und dem H-LAB soll die wirtschaftliche Erfolgsgeschichte des Potsdam Science Park fortgesetzt werden.

Mit einer Gesamtfläche von 60 Hektar ist der Potsdam Science Park heute einer der größten Wissenschaftsstandorte der Hauptstadtregion und umfasst den Campus Golm der Universität Potsdam mit der Human- und der Naturwissenschaftlichen Fakultät, zwei Fraunhofer-Institute, drei Max-Planck-Institute, das Technologie- und Gründerzentrum GO:IN sowie das Brandenburgische Landeshauptarchiv.

Als größter und am schnellsten wachsender Innovationsstandort Brandenburgs und lebendiger Ort des Wissens verbindet der Potsdam Science Park internationale Spitzenforschung und universitäre Ausbildung mit forschungsorientierten Start-ups und Unternehmen. Dabei stehen die Vernetzung und der gegenseitige Austausch zwischen renommierten Forschungseinrichtungen und innovativen Unternehmen im Mittelpunkt. In den nächsten zehn Jahren soll der Park rund 1.000 neue Arbeitsplätze in der Hauptstadtregion schaffen.

Lebendige Atmosphäre und Pioniergeist

Interessanterweise hat die Atmosphäre im Park während der jüngsten Pandemie nichts von ihrem unternehmerischen Antrieb verloren. Wenn überhaupt, dann wurde sie besonders sichtbar. Bereits vor Corona hatte die Community im Park ihre etablierten Formate, um Mitglieder aus dem akademischen Bereich, Start-ups und anderen Unternehmen regelmäßig zusammen zu bringen, wie etwa in den in den beiden offenen Vortragsreihen Future2Go und Science2Go.

Future2Go richtet sich an Alumni der verschiedenen Institutionen, wie Studierende, Doktoranden und PostDocs. Das Format stellt alternative Wege zu einer klassischen akademischen Forschungskarriere vor. Durch Präsentationen von Alumni, die erfolgreich eine Laufbahn jenseits der Forschungslabore eingeschlagen haben, werden junge Forscherinnen und Forscher aktiv ermutigt, im Hinblick auf ihre Zukunft über den Tellerrand zu schauen.

Im Format Science2Go stellen Forschende aus dem Potsdam Science Park aktuelle wissenschaftliche Forschungsthemen vor und beantworten Fragen. Beide Vortragsreihen finden regelmäßig vor und im Austausch mit einem Live-Publikum statt. Die Pandemie machte dies unmöglich. Während beide Serien zunächst unterbrochen werden mussten, dauerte es nicht lange, sie auf ein neues Online-Format umzustellen – mit ermutigenden Ergebnissen. „Nach dem, was wir bisher beobachten können, ist die Beteiligung an den Veranstaltungen sogar gestiegen, seit wir sie online durchführen“, erklärt Agnes von Matuschka, Geschäftsführerin der Standortmanagement Golm GmbH: „Für uns ist das eine Bestätigung der besonderen Kultur im Potsdam Science Park. Man ist offen für innovative Lösungen und neugierig zu hören, was aus anderen Kolleginnen und Kollegen geworden ist oder an was diese forschen. Die Mehrheit wünscht sich jedoch die Formate des echten Austausches zurück.“

Foto: Standortmanagement Golm GmbH © Lutz Hannemann

Dieser Blog wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Brandenburg finanziert.

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