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Forschung

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Dr.-Ing. Murat Tutuş entwickelt technische Membranen für die Industrie © FraunhoferIAP

»Nachhaltige Membranen sind die unsichtbaren Helden des Alltags« – Dr.-Ing. Murat Tutuş entwickelt technische Membranen für die Industrie

Am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP im Potsdam Science Park entwickelt Dr.-Ing. Murat Tutuş technische Membranen für die Industrie. Die Membrantechnologie ist vielseitig und tief in unser Leben und Arbeiten integriert – von der Wasserfiltration in Klärwerken bis zu Beatmungsgeräten in der Medizin. Gerade darum sei das Thema Nachhaltigkeit in seiner Arbeit auch so wichtig, sagt Tutuş. Die Zukunft macht ihm in dieser Hinsicht allerdings wenig Sorgen. Er hat da ein paar Ideen …

PSP Conference

PSP Conference 2022 – Ausblicke und neue Innovationen in Biotechnologie und Bioökonomie  

Die Biotechnologie gilt als Schlüsseltechnologie, um eine wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, Ressourcen zu schonen und die Gesundheit vieler Millionen Menschen zu verbessern. Die Bioökonomie beinhaltet den Wandel hin zu einer fossilfreien Wirtschaft. Am 20. Oktober 2022 diskutierten auf der diesjährigen PSP Conference unter dem Motto „Biotechnologie & Bioökonomie – Parcours der Zukunft“ renommierte Wissenschaftler:innen und Innovationstreibende aus Unternehmen und Startups im Potsdam Science Park über Potenziale sowie Erfolgsbeispiele der Bioökonomie.

Potsdam Science Park – Fakultät für Gesundheitswissenschaften Brandenburg - Dr. Nathalie Dehne

3 Fragen an die Fakultät für Gesundheitswissenschaften Brandenburg – bessere Therapien für Demenz, Diabetes, Arthrose & Co.

Themen wie Demenz, Arthrose oder Herzinsuffizienz gewinnen in einer älter werdenden Gesellschaft an Bedeutung. Gleichzeitig wächst der Forschungsbedarf in den Feldern eHealth oder Epigenetik. In Brandenburg haben sich die Universität Potsdam, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg und die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane zu einer Fakultät für Gesundheitswissenschaften zusammengeschlossen, um diese Themen anzugehen. Im Interview sprechen Geschäftsführerin Dr. Nathalie Dehne und Prof. Notger Müller, Professor für degenerative und chronische Erkrankungen mit dem Schwerpunkt Bewegung, über die Fakultät, warum es die Gesundheitswissenschaften braucht und warum der Potsdam Science Park einer von drei idealen Standorten ist.

Außergewöhnliche Berufe im Potsdam Science Park – Cliff Janiszewski ist wissenschaftlicher Glasbläser

Als Material für die Wissenschaft hat Glas viele Vorteile, denn es trotzt Hitze, Kälte und den meisten Säuren, ist feuerfest, leicht zu reinigen und transparent. Seine Einsatzfähigkeit in der Wissenschaft ist daher nicht wegzudenken – besonders im Laborbetrieb. Für Lehre und Forschung müssen Glasapparaturen zudem immer wieder neu gearbeitet, adaptiert und repariert werden. Dafür ist Cliff Janiszewski als Glasapparatebauer am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung zuständig – einer der ungewöhnlichen Berufe im Potsdam Science Park.

„Die Wissenschaft macht keine Politik. Sie zeigt Optionen auf“ – Interview mit Prof. Hubert Wiggering

Prof. Hubert Wiggering gehört zu den Umweltexperten in Deutschland, deren Expertise nicht nur in der Wissenschaft gefragt ist, sondern auch bei Politiker:innen Gehör findet. Ein Gespräch mit einem Wissenschaftler der Universität Potsdam, der unter anderem als Generalsekretär des Sachverständigenrats für Umweltfragen und Direktor des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung die Umweltwissenschaften prägte.

Mit der Innovativen Heterogenen Photokatalyse versucht Dr. Savateev, mit Hilfe chemischer Katalysatoren Photoreaktionen zu beschleunigen und so die Energie einer Lichtquelle zu nutzen, um gewünschte Produkte zu erzeugen.

Der Wert der kleinen Dinge

Am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung im Potsdam Science Park forscht Dr. Aleksandr Savateev auf dem Gebiet der Innovativen Heterogenen Photokatalyse. Das Gebiet ist von der natürlichen Photosynthese der Pflanzen inspiriert – und kann uns helfen, viele knappe natürliche Ressourcen zu schonen.

Dr. Harald Seitz forscht daran, Mikroplastik in Pflanzen nachzuweisen. © Fraunhofer IZI-BB

Der Traum vom mikroplastikfreien Gemüse

Viele Jahrzehnte wurde das Thema Mikroplastik nur eingeschränkt erforscht. Aber das Bewusstsein wächst, ebenso wie die Erkenntnis, dass auch wir durch Lebensmittel und Wasser Plastikpartikel in uns aufnehmen. Die Folgen kann kaum jemand abschätzen. PD Dr. Harald Seitz vom Fraunhofer IZI-BB und Prof‘in. Dr. Susanne Baldermann vom IGZ gehören zu den Wissenschaftler:innen, die sich dem Thema annähern. Sie erforschen Methoden, mit denen Mikro- und Nanoplastik in Pflanzen nachgewiesen werden kann. Damit leisten sie echte Pionierarbeit – und verfolgen ein großes Ziel.

Dr. Christina Gabriel-Liebs forscht an Möglichkeiten, Beschichtungen aus dem nachwachsenden Rohstoff Stärke herzustellen. © Julia Hinz

Die Revolution aus dem Labor – Beschichtungen aus Kartoffel-, Mais- und Erbsenstärke

Beschichtungen schützen Materialien vor negativen Umwelteinflüssen. Sie sorgen unter anderem dafür, dass Metalle nicht rosten und Holz nicht aufquillt. Aktuell basieren allerdings noch über 90 % der Beschichtungen auf synthetischen Erdölprodukten. Das hat einige Nachteile für die Umwelt. Daher forscht Dr. Christina Gabriel-Liebs seit vielen Jahren an Möglichkeiten, Beschichtungen aus dem nachwachsenden Rohstoff Stärke herzustellen. Hier leistet sie echte Pionierarbeit. Ihre Produkte sind dabei äußerst vielversprechend und könnten den Beschichtungssektor revolutionieren und nachhaltiger gestalten.

Andreas Kubatzki ist Studiengangskoordinator für den Master „Climate, Earth, Water, Sustainability“ (CLEWS) der Universität Potsdam © Andreas Kubatzki

„Potsdam ist einer der besten Forschungsstandorte für Umwelt- und Klimawissenschaften in Europa“ – Interview mit Andreas Kubatzki

Wie kein anderes Thema beeinflusst der Klimawandel politische, wirtschaftliche und private Entscheidungen weltweit. Doch bislang ist es an den Universitäten teilweise nur ein Randthema spezialisierter Studiengänge, die Gesamtzusammenhänge werden kaum untersucht. Der Studiengang „Climate, Earth, Water, Sustainability“ (CLEWS) der Universität Potsdam soll das ändern. Mit dem Studienstart im Herbst 2021 lernen Studierende hier, das Klimasystem, Wasserkreisläufe und weitere Teilsysteme der Erde besser zu verstehen. Mit viel Leidenschaft koordiniert Andreas Kubatzki den Studiengang. Im Gespräch zeigt er, warum Potsdam und die Hauptstadtregion ideal für den Studiengang sind.

Dr. Thomas Leya vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie, Institutsteil Bioanalytik und Bioprozesse (IZI-BB) ©Fraunhofer IZI-BB

Schneealgen – Die unbekannte Ressource für Verjüngungskuren und Omega-3-Fettsäuren

Schnee- und Permafrostalgen sind seit über 20 Jahren das Spezialgebiet von Dr. Thomas Leya vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie, Institutsteil Bioanalytik & Bioprozesse (IZI-BB) im Potsdam Science Park. Sie enthalten viele Enzyme, Antioxidantien und Nährstoffe, die für Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetika genutzt werden. Aber ihr Potenzial ist weit größer. Für seine Forschung unternahm der gebürtige Schleswig-Holsteiner unter anderem Expeditionen nach Spitzbergen und musste so manchem Eisbären aus dem Weg gehen.

Prof. Dr. Claudia Köhler © Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie

„Die Konzentration von so viel akademischem Potenzial an einem Ort ist herausragend“ – Interview mit Prof. Claudia Köhler

Das Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP) im Potsdam Science Park gilt als eine der renommiertesten Forschungseinrichtungen weltweit. Seit Februar 2021 verstärkt Prof. Dr. Claudia Köhler die Führungsebene des Instituts. Als Direktorin der Abteilung Reproduktionsbiologie und Epigenetik leitet sie die Abteilung und etabliert einen komplett neuen Forschungsbereich am MPI-MP. Im Gespräch erklärt sie, wie Veränderungen der Genaktivitäten bei Pflanzen möglich sind, ohne die DNA selbst zu modifizieren, warum sie die Gesetzgebung als ausbaufähig betrachtet und welche Potenziale sie im Potsdam Science Park sieht.

Mit neuen Ohren dem Universum lauschen — Dr. Kenta Kiuchi über seine Arbeit

Seit 2019 ist Dr. Kenta Kiuchi Gruppenleiter in der Abteilung Numerische und Relativistische Astrophysik am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) im Potsdam Science Park. Mithilfe komplexer Simulationen hilft er dabei, die Gravitationswellen kollidierender Neutronen-Sterne zu messen – und dem Universum so mit ‚neuen Ohren‘ zu lauschen.

Mit Alpakas gegen Krebs — Interview mit Dr. Oren Moscovitz

Am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung im Potsdam Science Park erforscht Dr. Oren Moscovitz (Gruppenleiter/-in Biomolekulare Systeme) neuartige Antikörper, die die Glykan-Struktur unser Zellmembranen ansprechen und bei der Krebsbekämpfung helfen. Dabei helfen ihm ausgerechnet – Alpakas.

„Unsere Technologie zur Antikörperherstellung ist wie ein Turbo-Boost“ – Interview mit Prof. Katja Hanack

Katja Hanack ist Professorin für Immuntechnologie an der Universität Potsdam und gehört weltweit zu den renommiertesten Wissenschaftler*innen in der Erforschung von Antikörpern. Durch ihre intensive Forschung kann sie nun ein umfassendes und innovatives Technologieportfolio anbieten, um Antikörper schnell und effektiv herzustellen. Mit einer der Technologien konnte die Herstellungsdauer für monoklonale Antikörper von zwölf auf nur drei Monate verkürzt werden. Die von ihrem Team entwickelten Verfahren helfen dabei, nicht nur im Kampf gegen das Coronavirus neue Testsysteme und Medikamente zu etablieren.

„Next Generation Schutztextilien“: Atemschutzmasken, die Coronaviren abtöten und waschbar sind – Dr. Katja Uhlig

Atemschutzmasken könnten schon bald eine kleine Revolution erleben: Sie sollen in absehbarer Zeit bereits auf ihrer Oberfläche Viren abtöten und bei 40°C waschbar sein. Genau daran forschen Dr. Katja Uhlig und Dr. Sebastian Kersting vom Fraunhofer IZI-BB sowie Dr. Erik Wischerhoff vom Fraunhofer IAP im Potsdam Science Park. Doch die Kombination einer antiviralen Oberfläche mit der Reinigungsfähigkeit stellt für die Forschung eine komplexe Herausforderung dar.

„Wenn alles gut läuft, könnte auf Basis unserer Forschung in ein paar Jahren ein Medikament gegen COVID-19 auf den Markt kommen.“ — Interview mit Dr. Ruben R. Rosencrantz

Im Potsdam Science Park arbeiten Institute und Unternehmen an Therapien und Lösungen, um die Ausbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen oder die Heilung zu beschleunigen. Dr. Ruben R. Rosencrantz leitet den Forschungsbereich „Life Science und Bioprozesse“ sowie die Abteilung „Biofunktionalisierte Materialien und (Glyko)Biotechnologie“ am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP. Der Forschungsbereich ist an vier Initiativen im Kampf gegen COVID-19 beteiligt. Die Ansätze und Anwendungschancen sind dabei äußerst vielversprechend.

Potsdam Science Park — Foto von Prof. Ulrike Lucke von der Universität Potsdam, Foto: Ernst Kaszynski

Die Architektin einer nationalen Bildungsplattform – Prof. Ulrike Lucke

Seit vielen Jahren ist Prof. Ulrike Lucke eine gefragte Fachexpertin, ist Vorstandsmitglied und Sprecherin zahlreicher Gremien, hält Vorträge und veröffentlicht wissenschaftliche Artikel. Seit der Corona-Pandemie ist einiges anders. Denn plötzlich gerät ein Thema ins Rampenlicht, an dem sie seit über 20 Jahren forscht, das aber in Politik und Gesellschaft davor eher als Randthema behandelt wurde: E-Learning.

Potsdam Science Park — Foto von Prof. Safa Shoaee von der Universität Potsdam, Foto: Karla Fritze

„Es ist sehr erfüllend, Karriere in der Physik zu machen“ – Interview mit Prof. Safa Shoaee

Die Physikerin Prof. Safa Shoaee gehört weltweit zu den renommiertesten Forscherinnen auf dem Gebiet der organischen Solarzellen. Nach ihrem Studium in London und Queensland hat sie 2016 den Sofja-Kovalevskaja-Preis erhalten und forscht seitdem an der Universität Potsdam im Potsdam Science Park. Mit Dieter Neher, Professor für Physik weicher Materie, konnte sie hier die weltweit effizientesten 1 cm2 großen organischen Solarzellen herstellen. Ein Gespräch über grüne Technologien und den Weg, als Frau Karriere in der Physik zu machen.

Warum diese neue Batterie nicht nur E-Autos revolutionieren würde – Spitzenforscher Prof. Dr. Dr. h.c. Markus Antonietti im Interview

Prof. Dr. Dr. h.c. Markus Antonietti ist Direktor am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung und der erste deutsche Chemiker, der von den weltweit ausgeschriebenen Forschungspreisen des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) bisher drei Auszeichnungen erhalten hat. Einen der höchsten europäischen Forschungspreise, den Synergy Grant, hat der Ausnahmeforscher für eine nachhaltige Batterie bekommen und sich damit gemeinsam mit seinem Team gegen 440 internationale Forschungsgruppen durchgesetzt. Im Interview verrät er, warum Elektroautos gar nicht so wichtig sind und was die eigentliche gesellschaftliche Vision hinter seiner Forschung ist.

Warum haben Sie sich der Forschung verschrieben? Was ist Ihr persönlicher Antrieb?
Wissenschaft ist eine Berufung. Man nimmt ein langes Studium auf sich, weil man neugierig ist und die Rätsel der Natur lösen möchte. Als Spitzenforscher sieht man manche Rätsel als Erster – das ist eine besondere Faszination. Die Geheimnisse der Natur zu lösen, ist wie eine Sucht, eine Leidenschaft, die einen den Rest des Lebens nicht mehr loslässt.

Und welche Forschungsschwerpunkte haben Sie?
Mein Forschungsfeld ist die Kolloid- und Grenzflächenforschung, die sich mit kleinsten Teilchen beschäftigt. Ich forsche dabei im Bereich der nachhaltigen Chemie, wo mein Team und ich versuchen, technische Geräte neu zu erfinden, sodass sie nachhaltiger werden.
Zudem bin ich Direktor am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung. Das Institut ist Teil des Potsdam Science Park, ein Wissenschaftsstandort, der das Potenzial hat, im globalen Wettbewerb mitspielen zu können.

Haben Sie Anwendungsbeispiele, bei denen Ihre Forschungsergebnisse später einmal zum Einsatz kommen könnten?
Ein Beispiel wäre die Neuentwicklung von Batterien, für die mein Team und ich 2020 den Synergy Grants erhalten haben.

An diesem Projekt forschen Sie zusammen mit ihrem Projektpartner Patrice Simon von der Universität Toulouse und Ihrem Team. Wie kamen Sie auf dieses Forschungsprojekt?
Batterien sind außerordentlich teuer. Elektrobatterien im Auto beispielsweise kosten gut 30.000 Euro, womit die Batterie das teuerste Teil im Elektroauto ist. Das liegt daran, dass die Batterie der jetzigen Technologie nie für ein Auto gemacht war und teure Elemente wie Lithium und Kobalt enthält. Diese Elemente sind zudem politisch fragwürdig und giftig. Meine Aufgabe war es also, eine Batterie zu entwickeln, die nachhaltiger und zugleich preiswerter ist.

Was ist die Neuerung an den von Ihnen entwickelten nachhaltigen Batterien?
Wir haben es geschafft, die giftigen Metalle durch Kochsalz und Kohle zu ersetzen. Anstelle von Lithium setzten wir Natrium ein; anstelle des sehr kritischen Kobalts wird Holzkohle verwendet. Mit diesem Ansatz können wir es schaffen, eine zehnmal billigere Batterie zu entwickeln, die gleichzeitig mehr Kapazität hat und nachhaltiger ist. Eine Batterie für ein Elektroauto würde dann nur noch 3.000 Euro kosten.

Würde das, Ihrer Meinung nach, das Vorankommen der E-Mobilität in Deutschland beschleunigen?
Ja, aber die Elektromobilität an sich ist grundsätzlich überschätzt. Sie ist nicht wirklich wichtig. Die gesamte Konstruktion eines Autos ist nicht für die Elektromobilität gemacht.

In welchem Gebiet wäre der Einsatz der neuen Batterien bedeutsamer?
Ganz klar: In der täglichen Stromversorgung. Wir haben aufgrund der wissenschaftlichen Leistung in den letzten Jahren mit der Wind- und Solarenergie grünen Strom im Überfluss. Vor 20 Jahren war das noch nicht zu erwarten. Aber diese nachhaltig gewonnene Energie muss auch gespeichert werden können. Das würde gehen, wenn zum Beispiel Windräder die entsprechenden Batterien implementiert hätten oder wenn jeder Haushalt eine eigene kühlschrankgroße Batterie für den eigenen Stromverbrauch besitzen würde. Das wollen wir. Das ist die eigentliche gesellschaftliche Vision.

Können derartige Energiespeicher beziehungsweise Batterien massentauglich sein und ist das in absehbarer Zeit denkbar?
Massentauglich werden diese Batterien tatsächlich schon in drei Jahren sein. Ob sie dann auch produziert werden, liegt nicht in unserer Hand. Das ist eine politische und wirtschaftliche Frage. Hier kommt auch der Potsdam Science Park wieder ins Spiel. Wenn mehr Unternehmer vor Ort hinzukommen, könnte das auch solche Innovationsprozesse beschleunigen.

Bei all diesen komplexen Aufgaben: Wie sieht denn ein „typischer Tag“ bei einem Spitzenforscher wie Ihnen aus?
Ich starte meinen Tag um 7 Uhr im Büro, um in der Ruhe des Morgens Wichtiges zu bearbeiten. Ab ca. 9 Uhr bis nachmittags kümmere ich mich um meine Aufgaben als Direktor und bin dann mit Dingen beschäftigt, die jede Mutter, jeder Vater oder Unternehmer kennt: Man hält den Laden am Laufen. Meine Begeisterung ist die Wissenschaft, aber in der Funktion als Direktor (von lateinisch dirigere: „steuern, leiten“) zeige ich, wortwörtlich, die Richtung an. Das bedeutet konkret: fünf mal elf Stunden pro Woche Forschung, Lehre und Personalaufgaben. Abends genieße ich dann die Zeit mit meiner Familie.

Vielen Dank für das Interview.

Dieser Blog wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Brandenburg finanziert.

Foto 1: Prof. Dr. Dr. h.c. Markus Antonietti © Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung

Eine Universitätsschule in Potsdam-Golm: Ein wichtiger Schritt zur Bildungsgerechtigkeit (über Prof. Dr. Nadine Spörer)

An der Universität Potsdam ist Innovation kein Fremdwort. Offen für Neues, wird derzeit im Projekt „Innovative Hochschule Potsdam“ die erste brandenburgische Universitätsschule konzipiert. Doch was ist eine Universitätsschule? Warum ist Potsdam-Golm mit seinem Science Park der richtige Ort dafür? Und was könnte diese Schule für die Region Berlin-Brandenburg leisten? Darüber sprachen wir mit Prof. Dr. Nadine Spörer, Professorin für Psychologische Grundschulpädagogik an der Universität Potsdam. Als Leiterin des „Bildungscampus“ im Projekt „Innovative Hochschule Potsdam“ erklärte sie uns Einzelheiten zur Planung und ihre Beweggründe, eine neue Schule zu entwerfen.

Displays aus dem Drucker

Etwa die Hälfte der heute in Smartphones eingesetzten Displays nutzt OLEDs. Im Potsdam Science Park in Potsdam-Golm arbeitet Dr. Christine Boeffel daran, die Druckverfahren für die faszinierenden Leuchtdioden weiter zu verbessern. Sie widmet ihre Forschung der Verbesserung eben dieses Druckverfahrens zur Herstellung von OLEDs.

Institutsleiter, Professor, Forscher: Alexander Böker und seine vielseitige Arbeit als Leiter des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung

Seit 2015 ist Prof. Dr. Alexander Böker Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP und zugleich Inhaber des Lehrstuhls für Polymaterialien und Polymertechnologie. Ein kurzes Portrait über einen Institutsleiter, dessen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter anderem an Materialien für eine nachhaltigere Welt forschen.

„Ich will mich nicht damit zufriedengeben, dass die Forschung mit der Publikation beendet ist: Ich möchte einen Impact.“

Seine Forschung wurde in über 550 Artikeln publiziert, seine Arbeit mit mehr als 35 Preisen ausgezeichnet. Zweifellos gehört Prof. Dr. Peter H. Seeberger zu den herausragendsten Chemikern Deutschlands. Ein Interview mit dem Mann, der seit 2009 die Abteilung „Biomolekulare Systeme“ am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung leitet.

„Wir haben hier in Potsdam den Durchbruch geschafft“ – Dr. Jens Erdmann über seine wegweisende Forschung an biobasierten Carbonfasern am Fraunhofer IAP

Carbonfasern gelten als äußerst stabil und leicht und sind damit für den Leichtbau unverzichtbar geworden. Sie werden unter anderem in der Luft- und Raumfahrt eingesetzt. Wie man Carbonfasern aus nachwachsenden Rohstoffen gewinnen kann, dazu forscht Dr. Jens Erdmann am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam-Golm.

Potsdam Science Park - Blogpost Picture - Christoph Rademacher - MPIKG

Impfung ohne Injektion

Im Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung im Potsdam Science Park arbeiten Dr. Christoph Rademacher und sein Team an der Entwicklung einer innovativen Impfmethode gegen SARS-CoV2. Jetzt wurde er eingeladen, eine Professur für Molecular Drug Targeting an der Universität Wien anzutreten.

Punktgenaue Heilung für infizierte Zellen

Die SARS-CoV2-Pandemie hat unser Bewusstsein für die besonderen Bedürfnisse von Risikogruppen geschärft. Autoimmunerkrankungen betreffen 5-8 Prozent der Bevölkerung. Im Potsdam Science Park entwickelt die Rodos Biotarget GmbH einen innovativen neuen Behandlungsansatz zur punktgenauen Heilung von infizierten Zellen.