Potsdam schreibt Städtebaulichen Rahmenplan Golm 2040 aus

Der Stadtteil Golm gehört zu den wachsenden Stadtteilen der Landeshauptstadt Potsdam. Die Besonderheit Golms liegt seiner Vielfalt – und stellt zugleich eine besondere Herausforderung dar: Potsdam Science Park, historischer Dorfkern, neue Siedlungsgebiete, sowie Freiräume und angrenzende Natur- und Landschaftsräume liegen hier in unmittelbarer Nachbarschaft. Wichtige Identifikationsorte, auch für die hier lebenden Potsdamer*innen.

Bei der Weiterentwicklung des Stadtteils im Westen der Brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam sind nicht nur aus diesem Grund vielfältige Aspekte zu berücksichtigen. Es geht darum, die besondere Lebensqualität von Golm zu erhalten und gleichzeitig die Bedürfnisse des Forschungs- und Innovationsparks zu berücksichtigen.

Potenziale des Stadtteils Golm optimal nutzen

Eine konkrete Vision für die nachhaltige Entwicklung des Stadtteils soll nun im Rahmen eines städtebaulichen Rahmenplans im Auftrag der Landeshauptstadt Potsdam entwickelt werden. Im Dezember 2020 wurde daher der Städtebauliche Rahmenplan Golm 2040 im Rahmen eines öffentlichen Teilnahmewettbewerbs ausgeschrieben. Dessen Ausführung soll im Zeitraum vom 1. Mai 2021 bis 30. September 2022 erfolgen.

Die nachfolgenden Handlungsfelder wurden in der Ausschreibung für den Rahmenplan Golm 2040 definiert. Bereits bestehende aktuelle Konzepte und Planungen für den Stadtteil sollen dabei jeweils Eingang finden bzw. als Grundlage für die neue Vision dienen.

  • Landschaftsraum
  • Historische Ortslage Reiherberg
  • Anger Reiherbergstraße
  • Wohnen in der Feldmark
  • Sportareal Kuhfortdamm
  • Universitäts-Campus
  • Science Park
  • Technology Campus
  • Infrastrukturband
  • Neue Mitte Golm
  • Infrastrukturband (Versorgungs- und Dienstleistungsangeboten, „Mobilität der Zukunft“)
  • VU-Gebiet Golm Nord, konzeptionelle Lösungsansätze, drei Entwicklungsszenarien (nimmt auf Grund der planungsrechtlichen Einordnung in das besondere Städtebaurecht eine Sonderstellung ein)

Das neue innovative und urbane Stadtquartier soll bestehende Strukturen sinnvoll integrieren und um nachhaltig konzipierte Bereiche ergänzt werden. Die Konzeptgestaltung soll dabei, ausgehend von den angrenzen Landschaftsräumen einer Betrachtung „von außen nach innen“ folgen. Freiräume und Aufenthaltsqualität sollen ebenso mitgedacht werden, wie Aspekte der Mobilität und des öffentlichen Nahverkehrs, ruhender Verkehr bzw. Parkplatzsituation in Golm, Klima sowie Themen des Natur- und Artenschutzes. Relevant sind diese Themen insbesondere auch im Hinblick auf die mögliche Erweiterung des Stadtteils um weitere 60 Hektar im Bereich des VU-Gebiets Golm-Nord.

Im Bereich des Potsdam Science Park geht es konkret um die Entwicklung des Standortes im Hinblick auf die bestehenden und neuen Angebote für Wissenschaft, Forschung und Lehre sowie die angegliederte gewerblichen Nutzung – etwa auf dem Technology Campus. Untersucht werden die städtebaulichen Erweiterungs- und Nachverdichtungspotentiale. „Hierbei spielen […] studentisches Wohnen, gut erreichbare Versorgungseinrichtungen, öffentlicher Raum mit Aufenthaltsqualität etc. in der Standortpositionierung eine immer größere Rolle,“ so die Bekanntmachung der Landeshauptstadt Potsdam.

Weitere Informationen

Ausschreibung der Landeshauptstadt Potsdam auf architekten-report.de

Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 21.12.2020 (für Abonnent*innen)